Australien

Jetzt sind fast 1.5 Jahre vergangen seit dem letzten Beitrag, und es ist einiges passiert seit damals. Unsere Reise in Australien ging weiter nach:

Sydney (2 Wochen)
Canberra (1 Monat)
Sydney (3 Tage)
Brisbane (2 Wochen)
Tin Can Bay (1 Monat)
Brisbane (2 Tage)

Es war eine wundervolle Zeit die wir in Australien verbracht haben, und sie war eindeutig zu kurz.

Sydney

Unser 2. Mal in Sydney, welches wir schon sehr erwartet hatten.

Unser AirBnB beim zweiten Mal war etwas abgelegener, in Cabramatta. Der Stadtteil ist schon etwas heruntergekommen, viel Verkehr und auch Müll, und einige verwahrloste alte Häuser. Dort lebten wir 2 Wochen in einer umgebauten Garage, im nicht so schlimmen Teil Cabramattas. Unsere “Haustüren” waren echte Garagentüren mit Ferbedienung zum öffnen und nur ganz wenig Fensterfläche. Das 2. Bett war ein hohes, nicht unbedingt bequemes Aufblas-Bett, welches auch die Kälte vom Boden nicht abhalten konnte.

Um von Cabramatta irgendwohin zu gelangen dauerte es immer recht lange, selbst zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Dafür hatten wir in der Nähe einen recht großen Parkbereich und das ist etwas was wir immer lieben, damit wir spazieren gehen und frische Luft tanken können.

Die Vermieterinnen waren wirklich sehr nett, eine Mutter (aus Fidschi) mit ihrer erwachsenen Tochter. Einer Einladung zum gemeinsamen Essen konnten wir nicht widerstehen, und so gab es ein köstliches indisches essen.

Endlich konnten wir auch den Vegan Market in Sydney besuchen und waren begeistert von der Größe des Areals und der Menschenmasse die das vegane Leben feierte. Wir einverleibten uns leckeres Essen (mjamm), obwohl es uns sehr schwer fiel überhaupt zu wählen. Tolle Produkte gab es in rauen Mengen und T-Shirts fanden dann ihren Weg zu uns. Mit plaudern und im Liegestuhl die Szene beobachten haben wir es uns noch gut gehen lassen.

Direkt im Park neben dem Sydney Opera House, welches wirklich einmalig ist, hatte ich auch eine Preview-Veranstaltung von Netflix von einer australischen Serie besucht. Sie zeigten die ersten 2 Folgen vor dem öffentlichen Erscheinungstermin mit Beamer auf einer Leinwand. Da ich zu dem Zeitpunkt nur wusste, dass es irgendwo bei dem Opernhaus stattfindet, bin ich auch hinein gegangen um nachzufragen, und es sieht von innen auch toll aus.

Unsere Ausflüge zur Bondi Beach und Manly Beach haben uns wieder einmal das Meer geniessen lassen, auch wenn es nicht gerade “einsame Strände” sind. Es fahren auch Guards in einem Jeep herum, die immer erinnern, dass man nur in einem bestimmten Gebiet (gekennzeichnet mit Fahnen) schwimmen darf. Die anderen haben sie mit Pfeifen aus dem Meer heraus komplementiert.

Viele tolle Spielplätze, alle riesig und einmalig, haben die Herzen unserer Kinder auch höher schlagen lassen. Zum Beispiel der Fairfield Adventure Park oder der Blaxland Riverside Park waren echte Erlebnisse.

Sidney kann einiges bieten, auch wenn es oft einiges an Zeit dauert um dorthin zu kommen, denn Sydney ist sehr weitläufig. Wir schafften es nicht einmal mehr zu dem Pub, den wir beim ersten Besuch gefunden hatten. Obwohl es durchaus ein Punkt auf unserer Liste war, hätte es zu viel Zeit gebraucht.

Die Zeit verging wieder recht schnell, und wir machten uns auf den Weg Richtung Canberra.

Canberra

Dann ging es weiter zu unserem Housesit im Bezirk Kambah.

Wir haben die Besitzer dort richtig kennengelernt bevor sie auf Reisen gingen, und waren gar nicht mehr erstaunt, dass sie soo nett waren. Es fügte sich wie ein Puzzleteil in unsere Erfahrungen. Tom war ursprünglich aus Schottland, und ich liebe den schottischen Akzent. Ich muss jedoch ehrlich sagen, dass der australische Akzent, speziell von der männlichen Bevölkerung, schon “etwas” unverständlich werden kann.

Weihnachten verbrachten wir somit im australischen Sommer, hauptsächlich im hauseigenen Swimming Pool, den unsere Kinder mit Begeisterung nutzten,. Unsere damals 3 jährige Tochter lernte dann wirklich innerhalb von 3 Tagen schwimmen. Die veganen Nachbarn waren auch ein begehrtes Ziel, um mit deren Kindern zu spielen.

Einen Golfplatz gleich neben dem Haus der frei begehbar war, verwendeten wir auch für das Ausführen der Hunde. Viele zurückgelassene Golfbälle fanden so ein neues Zuhause. Die Hunde waren zwar sehr nett, aber nicht gut auf andere Hunde zu sprechen. Sahen sie einen, wurde mit Vollgas in die Richtung gezogen, was Kathi ein paar unschöne Schrammen einbrachte, da sie sie nicht loslassen wollte, und sie Ben Hur ähnlich ein wenig gezogen wurde. Es blieb also für die restliche Zeit meine Beschäftigung die Hunde zu begleiten.

Wir bekamen auch Besuch.

Vegane Freunde, die wir in Wagga Wagga kennnenlernten, kamen nach Canberra und besuchten mit uns gemeinsam einen Gandenhof “Lucky Stars“. Dort konnten wir auch 3 Joeys (Baby Kangurus) treffen, die keine Eltern mehr hatten und wieder für die Wildnis vorbereitet wurden. Eines hatte einen gebrochenen Arm, und alle 3 waren echt herzig. Auch die anderen Tiere (Schweine, Alpakas, …) waren wie immer ein herzliches Erlebnis und lassen einen fragen, warum noch soo viele Menschen nicht einmal darüber nachdenken vegan zu werden.

Auch die Bewohner unseres Housesits in Wagga Wagga kamen bei uns vorbei, so dass wir sie zum Glück auch persönlich treffen konnten, nachdem wir 3 Monate in ihrem Haus gewohnt hatten und mit ihren 2 Hunde lebten. Die Hitze der stundenlangen Fahrt hat es leider nicht zugelassen, dass die beiden Hunde, Max und Jack, mitkamen. Und so waren unsere beiden Sprößlinge ein wenig traurig, da sie die beiden Hunde sehr ins Herz geschlossen hatten.

Es ist wunderbar auf der ganzen Welt Freunde machen zu können. Erst recht, wenn diese so innig werden können wie in Australien.

Wir hatten auch das Glück eine andere Reisefamilie zu unserem Housesit einladen zu dürfen (nach Rücksprache mit den Hausbesitzern). Stefanie, Stefan und Finn von Mamakompass haben uns besucht. Sie haben dann noch ein paar Tage mehr mit uns gemeinsam verbracht als sie ursprünglich geplant hatten, denn es hat mit den lieben einfach toll gepasst. Wir hoffen wir können sie erneut im echten Leben treffen. Mit ihnen durchstreiften wir auch die angrenzenden Hügel und hatten einen wunderbaren Ausblick.

Das Dino-Museum hatte unseren Kids auch viel Freude bereitet, davor mit einem Besuch im Eis-Salon, bei dem viele Brettspiele für die Besucher auflagen.

Eines ist sicher, Canberra hatte viel Natur zu bieten, und war für Läuferinnen und Läufer schon eine wunderbare Umgebung. Trotz breiter Strassen gab es immer eine Möglichkeit weiter zu laufen, ohne die Strasse überqueren zu müssen. Erst recht Kambah hatte viel Natur zu bieten.

Sydney

Beim dritten Mal hatten wir nur 2 Tage in einem Hostel in Sydney Central gebucht, und dieses war mehr ein Abbruch-Haus als ein Hostel, in welchem auch innen in jedem Stockwerk Baustellen waren, wo die Zimmer sehr muffig waren, die Teppichböden im Zimmer feucht waren, … , also ein Erlebnis welches man nicht wirklich noch einmal haben muss. Zumindest hatten wir den Chinesischen Garten daneben mit einem großartigen Spielplatz.

Brisbane

In Brisbane wohnten wir im (zu dem Zeitpunkt knapp noch nicht) höchsten Haus Brisbanes, im Brisbane Skytower. Dieser ist fast direkt neben dem Botanischen Garten, den wir oft besuchten. Ich hatte mir einen Finger gebrochen und musste operiert werden, was auch aufgrund der kurzen Zeit die wir in Brisbane verbrachten etwas kompliziert wurde. Rücksprache mit der Reisekrankenersicherung ob das in Ordnung geht. Termin ausmachen der noch in der Anwesenheitszeit liegen musste. Operation.

Geschient ging es dann weiter nach Tin Can Bay.

In Brisbane hatten wir eine tolle Zeit. Es gab viel zu sehen und zu erleben – z.B.

Tin Can Bay

Bei unserem letzten Housesit in Tin Can Bay, bevor wir wieder nach Brisbane zum Weiterflug mussten, wurde ich dort weiter behandelt (von Arzt und Physiotherapeuten, die sich mit dem Chirurgen in Brisbane austauschten). Jedenfalls kann ich derzeit noch immer meine Hand nicht vollständig bewegen, und es wird nur sehr langsam besser.

Tin Can Bay hat speziell unserem Sohn sehr gefallen. Nicht nur die Ortschaft, die hauptsächlich ein Rückzugsort von älteren und sehr netten Menschen (und wirklich klein) ist hat uns gefallen. Es waren die Allfarbloris die es uns angetan hatten. Schwärme von ihnen kreisten über unsere Köpfe hinweg und haben sich in Bäume niedergelassen, zu hunderten, und kreischten unheimlich laut.

Auch konnten wir dort die Delphine sehen, die zwar frei im Meer leben, aber sich seit Jahrzehnten angwöhnt hatten, in der Früh ihr Futter zu bekommen. Nicht ausreichend, nur ein Snack, damit sie sich nicht davon abhängig machen. Sie kommen nach Lust und Laune vorbei. In wenigen Metern Entfernung konnten wir sie so beobachten.

Das Meer ist in Tin Can Bay nicht wirklich offen, sondern nur durch eine Meeresenge mit dem Meer verbunden. Bei Flut hat man einen schönen Strand mit Meer zum baden gehen, bei Ebbe ist es ein sehr weites Feuchtgebiet, bei dem dann unglaublich viele kleine blaue Krabben umherkrabbeln.

Ein weiteres Hoch für unseren Sohn war es mit den Nachbarn gegenüber gemeinsam auf englisch Scrabble zu spielen, und das echt nicht schlecht. Die gemeinsame Gartenarbeit im Garten unseres Housesits hat auch allen gut getan.

Fazit

Am letzten Tag in Australien, in Brisbane, entdeckten wir noch eine Mischung aus Spielhalle und Pub mit rein veganem Essen. Eine lustige Kombination.

Unsere Tochter lernte in Wagga Wagga radfahren und in Canberra schwimmen.
Unser Sohn lernte unglaublich gut englisch für die verhältnismäßig kurze Zeit die wir in Australien verbrachten (6 Monate), und das mit wirklich kaum Kontakten zu anderen Kindern.
Und auch sonst lernten sie viel über die Natur in Australien (Fauna, Flora, …). Gerade in Australien haben sie sich das meiste Wissen angeeignet.

  • Sydney war eine großartige Stadt, wobei das Erlebnis viel davon abhängt in welchem Bezirk und in welchem Hotel/AirBnB man wohnt.
  • Bowral war ein netter Ort, der uns trotz noch kaltem Winterwetter sehr gefallen hat.
  • Wagga Wagga war für uns wie ein richtiges Zuhause in dem wir uns sehr wohl gefühlt haben.
  • Canberra war mehr richtige Stadt, hat uns aber auch viel gegeben. Die großen Strassen kann man fast immer mit Brücken überqueren oder unter Brücken bewältigen, was einem trotz Stadt einen langen Lauf ohne Strassenüberquerungen bietet.
  • Brisbane war eine tolle Stadt mit tollem Wetter die auch viel zu bieten hat.
  • Tin Can Bay hat uns mit seiner Natur überwältigt und wir liebten es, auch wenn man dort nicht wirklich viel machen kann.

Australien hat uns allen sehr gefallen und wir wollten gar nicht mehr weg. Die Kinder sagen jetzt noch öfter, dass sie unbedingt wieder dorthin wollen.