Machen wir wieder einen großen, monatelang zurückliegenden Sprung.

Bali war Geschichte – Ciao Bali, willkommen

Malaysien

wir landeten in Kuala Lumpur und wurden dort von Freunden, die wir 2 Jahre zuvor in Thailand kennengelernt hatten, abgeholt – nach Port Dickson. Dort verbrachten wir eine Woche, haben einen schönen Kindergeburtstag gefeiert und waren am Meer und in einer Schildkröten-Rettungs-Station. Es war echt super zu sehen, dass sich hier den Tieren angenommen wurde, aber gleichzeitig war ein Aquarium der Station angeschlossen. Dort sind, wie in jedem anderen Zoo, die Tiere auf engstem Raum dazu verdammt täglich ihre winzigen Runden im Aquarium zu drehen. Auch Schildkröten und Reptilien waren in winzigsten Terrarien “ausgestellt”. Dieses “Sich-Höher-Stellen” über die Natur und alles unterwerfen (sogar sich selbst), muss bald einmal aufhören, unserer eigenen Zukunft zuliebe!

Nach dieser Woche waren wir wieder in Kuala Lumpur. Angrenzend an unser Hotel gab es ein leckeres indisches Lokal in welchem wir öfter günstiges veganes Essen unsere Gaumen erfreuen ließen. Die indischen Lokale in Kuala Lumpur haben uns immer wieder begeistert.

Der Park vor den Petronas Twin Towers, in dem zwar die Kinder im Wasser plantschen durften, es jedoch verboten war für die Erwachsenen ein wenig Kühlung zu erlangen, mit dem riesigen Spielplatz, war für unsere jungen Familienmitglieder eine herrliche Erfrischung, während uns das Wasser anders herunter geronnen ist. Es gibt rundherum um die Anlage auch einen ca. 1 km langen Rundkurs für Läufer. Der mit einem tollen Belag ausgestattete, für Läufer markierte Kurs, wurde aber immer auch von vielen Fußgängern benutzt, ist halt verlockend den besseren Belag zu benutzen, womit das Laufen aber immer auch ein Ausweichlaufkurs war. Die Batu Caves durften auf unserer Liste auch ein zweites mal nicht fehlen.

Die Zeit verging, wie im Flug. Die ganze Reise hindurch versuchten wir zwar immer mehr als genügend Zeit an einem Ort zu verbringen um wirklich alles auskosten zu können, aber trotzdem war es immer zu kurz. Unser nächstes Ziel war

Penang

Neben den Fähren zur Insel gab es im Wasser eine Menge Quallen, die uns nicht gerade freudvoll ans baden denken ließen. Jedenfalls waren diese schmucken Lebewesen anscheinend nur im Fährwasser in diesen Mengen unterwegs und somit stand einem Strandbesuch bei unserem ersten Quartier in Batu Ferringhi nichts im Weg.

In unserer Pension war auch eine deutsche Familie untergebracht mit der wir uns sehr gut verstanden. Wir machten uns nach Ablauf unserer gebuchten Unterkunft auf den Weg zur Hauptstadt der Insel – nach Georgetown.

Bei der neuen Unterkunft waren wir zuerst etwas geschockt, weil es so eine Art “WG” war. 3 Zimmer wurden an verschiedene Menschen vermietet, mit gemeinsamen Wohnzimmer/Küche/Bad, und das ist bei der Buchung nicht wirklich klar dokumentiert gewesen. Wir hatten aber das Glück, dass wir zu 95% dann doch alleine in dem Appartement wohnen konnten, bei welchem auch ein sehr langer Swimmingpool inkludiert war.

Georgetown hatte viele Durianverkäufer für uns parat, und “Red Prawn” wurde unsere Lieblingssorte, und wir durften viele verschiedene Sorten durchkosten. Penang ist für Durian-Liebhaber ein Mekka. Die Preise sind aber europäisch, und das war der einzige Grund, nicht dauernd in Glückseligkeit zu versinken. Zumindest mussten wir so auch andere Speisen zu uns nehmen *ggg*

Unser obligatorischer Besuch im Botanischen Garten, wie fast überall auf unserer Reise, durfte nicht fehlen. Wir hörten auch von einem Youth Park der einigen Wasserpools zur freien Benutzung parat hatte, auch Spielplätze (an denen schon etwas der Zahn der Zeit daran lustvoll geknabbert hatte), und konnten dort etwas Abkühlung genießen.

Die Zahnradbahn hinauf auf den “Penang Hill” flitze (wirklich flitzte!) mit uns auf den Gipfel, aber leider war das Wetter an diesem Tag nicht gerade freundlich zu uns und es regnete. Wir haben es trotzdem als ein tolles Erlebnis abgespeichert.

Georgetown selbst hatte doch recht viel Verkehr, und die öffentlichen Busse blieben wenn nur Touristen warteten nicht unbedingt bei den Stationen stehen. Da half alles rufen, winken und ärgern nichts, und so war es öfters eine längere Reise zu einer der nächsten Stationen mit wartenden Einheimischen, um doch einen Bus zu ergattern. Vielleicht hatten die Busfahrer Abmachungen mit den Taxis?

Das “Upside-Down.Museum” in Georgetown war eine Gaudi mit, eh klar, Durian als Nachtisch, Mjammmm

Unser letztes Ziel vor unserer Reise zurück nach Österreich war Thailand, Phuket. Das Auskundschaften wie man am Besten dorthin reist (Zug, Bus, Minivans, …?) war eine eigene Reise, und wir starteten mit einem Minivan nach

Hat Yai (Thailand)

in welchem wir ein schönes Hotel für eine Nacht gebucht hatten. Der Swimmingpool war direkt vor der Zimmertüre und von den unwahrscheinlich freundlichen Angestellten wurde uns unerwartet veganes Essen besorgt – wir fühlten uns toll aufgehoben.

Am nächsten Tag ging es zum Busbahnhof. Dort angekommen bemerkten wir jedoch, dass wir in dem Taxi unsere Drohne liegen gelassen hatten, und der Taxifahrer war schon wieder weg. Die Busbahnhof-Polizei, und viele andere Menschen versuchten uns zu helfen, aber leider gab es keine Möglichkeit den Taxifahrer ausfindig zu machen. Wir würden also den Bus versäumen, denn die Drohne wollten wir schon wieder zurück haben. Fast zur gleichen Zeit als der Bus losfuhr, kam plötzlich der Taxifahrer zurück, der nach seinem nächsten Fahrgast bemerkt hatte (oder meine Messenger-Nachricht gelesen hatte), dass wir die Drohne vergessen hatten, und brachte sie uns freudig zurück. Damit hatten wir nicht mehr gerechnet, und waren sehr dankbar für diese schöne Erfahrung. Wir wollten also neue Fahrkarten für den nächsten Bus kaufen, da unserer schon abgefahren war. Die Angestellten sahen uns schon kommen, tätigten einen Telefonanruf, sagten uns, dass sie dem Busfahrer, der schon unterwegs war, mitgeteilt hatten bei seiner nächsten Station zu warten und haben uns auf einer Ladefläche eines LKW aufgeladen und sind dem Bus hinterher gefahren. Gegen einen lächerlichen Unkostenbeitrag konnten wir unsere Reise doch noch in unserem gebuchten Bus fortsetzen.

Diese Gastfreundschaft hat uns wieder einmal gezeigt, was für ein Glück es sein kann zu reisen, und zwar nicht in Pauschalreisen, sondern einfach als man selbst. Einfach ein paar Sachen einpacken und auf Entdeckungsreise gehen ist etwas wunderbares. Überall begegneten wir so vielen netten Menschen in Australien, auf Bali, in Malaysien und Thailand, und unsere Kinder durften die Welt anders kennenlernen als es uns Medien und Politik aufdrängen wollen.

Angekommen im vielgepriesenen

Phuket

bezogen wir unsere große Wohnung (ca. 75 m²) in Kamala. Das Hotel hatte zwei riesige Swimmingpools, eine erquickende Möglichkeit nach dem Frühstück munter zu werden.

Kathi ging es zu diesem Zeitpunkt nicht sehr gut und sie hat sich anfangs fast nur in der Wohnung aufgehalten. Ihr ging es langsam wieder besser und sie konnte dann auch noch ein paar Tage den Pool genießen. Phuket an sich hat uns gar nicht gefallen. Das Paradies, welches uns die Kataloge anpreisen, haben wir jedenfalls nicht entdecken können.

Aber auch solche Erlebnisse sind wichtig. Es ist auch ein Warnzeichen um zu erkennnen, was wir Menschen so alles mit unserem Planeten anstellen, was wir alles zerstören. Phuket war da aber nicht die einzige Gegend.

Und mit ein wenig Yoga am Zimmer werden die Gedanken und Gefühle wieder etwas geerdet.